Honig – Genuss und Heilmittel

Honig ist das einzige natürliche Süssmittel, welches weltweit als gesundheitsförderndes Lebensmittel für Jung und Alt bekannt ist.

Honig

Die Blütenpracht einer Pflanzenart bestimmt die Sorte des Honigs. Im Frühling erntet der Imker helle Blütenhonige, im Sommer den dunkleren Waldhonig. Gegenwärtig werden in der Schweiz nur wenige inländische Sortenhonige angeboten. Wenn auch nur in Kleinmengen von einigen hundert Kilo. Diese finden grossen Absatz auf den lokalen Märkten und sind deshalb schwierig zu erhalten. Sie sind selten geworden, die naturbelassenen und herkunftstypischen Sortenhonige aus intakten Landschaften.

  • Diese Sorten- und Landschaftshonige sind
    echt (nicht gemischt, nicht geimpft, in keiner Weise behandelt)
    schmackhaft ( nicht süss-süss dafür duftend nach der Blütenart)
    rein (meistens aus Höhenlagen, weitab von Verkehr und Industrie)
    lebendig (naturbelassene Honige kristallisieren früher oder später, je nach Honig Art)
    frisch (garantiert aus dem angegebenen Honigjahr)

Einige bekannte Sortenhonige sind Akazienhonig, Alpenrosenhonig, Kastanienhonig, Lindenhonig, Rapshonig, Tannenhonig, Waldhonig um nur einige zu nennen.

Speisehonig vom Importeur/Abfüller, gemischt aus Honigen unterschiedlicher Herkunft. Auf der Etikette wird dieser als „ausländisch“ oder mit dem Herkunftsland bezeichnet. Angaben wie „feinste“, kalt geschleudert, wabenecht etc. sind ohne Aussagewert. Damit der Honig nicht kristallisiert wird er geimpft/gerührt. Damit vermeiden die Anbieter Reklamationen der Kunden, welche diesen natürlichen Vorgang im Honig nicht kennen. Der Honig wird stark gerührt und mit feinkristallisierendem Honig einer anderen Sorte vermischt. Damit ergibt sich die stabile Cremigkeit des „Massenhonigs“ ohne dass dieser jemals kristallisiert.

Back- und Industriehonig gelangt nicht in den Detailhandel. Dieser ist geniessbar, aber nicht vollwertig. Er wird pasteurisiert, vermischt und ist zur Weiterverarbeitung in Backwaren, Frühstücksflocken etc. bestimmt.

Ein altes Rezept für einen Honigkuchen lautet wie folgt:

Zutaten:
* 200gr weißes Mehl
* 50gr geschälte Mandeln
* 50gr Walnüsse
* 50gr Sesamkörner
* 150gr Thymian Honig
* 3 Eier

Zubereitung:

Zerdrücken Sie die Mandeln und die Walnüsse gut. Mahlen Sie den Sesamkörner. Schlagen Sie die Eier auf und mischen diese mit dem Honig. Fügen Sie das Mehl und alle anderen Bestandteile langsam hinzu und vermischen alles zu einem Teig. Fetten Sie eine Kuchen- oder Cakeform ein und geben Sie einen Teil der Sesamkörner in die Form. Fügen Sie den Teig hinzu.
Heizen Sie den Backofen zu 200º C vor. Backen Sie die Masse 45 Minuten lang, die Backofentür für die ersten 10 Minuten ein bisschen geöffnet lassen, dann ganz schliessen. Den Kuchen aus der Form nehmen und mit einem Handtuch bedecken, bis er ausgekühlt ist.
Ein neues Geschmackserlebnis erwartet Sie.

Heilmittel

Viele Kulturen haben Honig als eine wunderbare Arznei geschätzt. Die Leute haben ihn während tausenden von Jahren benutzt. Honig wurde als eine Arznei für Wunden benutzt und Wissenschaftler haben erneut herausgefunden, dass dieser auch als Antibiotikum herausragende Eigenschaften besitzt.

Manuka-Honig in Neuseeland oder „jelly bush Honig“ in Australien haben sich als wirksames Antibiotikum gegen jede Art von Bakterien erwiesen. Manuka-Honig wird örtlich direkt auf der Haut angewandt. Er hilft Hautinfektionen, Bisse und Schnitte zu heilen.

Dieser Honig in Neuseeland und Australien kommt von Bienen, die sich von einheimischen Teebäumen ernähren. Deshalb die überraschenden Wirkungen dieser Honige.

Das Wachs ist in erster Linie die Wiege des Bienenvolks, aber auch Haus und Vorratsbehälter. Es wurde von den Menschen seit ältesten Zeiten für viele Zwecke verwendet. Heute benutzt man Bienenwachs in der Medizin, Kosmetik sowie für Gebrauchsgegenstände.
Das Wachs wird als Bestandteil von Heilmitteln und Kosmetika gebraucht. Dabei gilt die Heilmittelgesetzgebung. Bienenwachs ist in der Pharmakopöe Helvetica umschrieben.

Gelée Royal wird von den Bienen zur Aufzucht der Bienenkönigin verwendet. Der GR wird mit einer Pipette aus der Königinnenzelle ausgesaugt, lichtgeschützt und gekühlt gelagert. In einer Bienensaison kann ein Imker ein Volk dazu bringen, ca. 500 Gramm zu produzieren. In der Schweiz wird kein die er für den Handel produzieren. Dies wegen dem grossen Arbeitsaufwand und dem dadurch hohen Preis. China ist gegenwärtig der grösste Produzent von Gelée Royal mit einer Produktion von mehreren 10‘000 to pro Jahr.
Gelée Royal ist nach der schweizerischen und europäischen Gesetzgebung ein Lebensmittel. Für diese sind Heilanpreisungen verboten. Gesundheitsfördernde Hinweise sind aber erlaubt. Der Einfluss der Hauptbestandteile für die menschliche Ernährung ist gering. Die Bedeutung von GR für die Ernährung ist eher in der gesundheitsfördernden Wirkung zu suchen. Es wurden bis heute aber noch keine biologisch wirksamen Substanzen gefunden.

Propolis von den Knospen verschiedener Bäume. In Europa sammelt ein Bienenvolk ungefähr 50-150 gr. pro Jahr. Es handelt sich um einen Kittharz welches die Bienen für das verkleinern oder abdichten von Spalträumen benutzen. Propolis wird von den Bienen für die Desinfektion, Isolation und Verstärkung der Waben genutzt.

Für Heilzwecke kann Propolis als Lösung mit Alkohol extrahiert und als Tinktur zubereitet werden. Tiefgefroren lässt es sich sehr gut zu Pulver zermahlen.
Die gesundheitsfördernden Wirkungen gehen auf die enthaltenen Flavonoide zurück. Diese sind Antioxidierend und binden freie Radikale. Es handelt sich um eines der stärksten natürlichen Anti biotika. In Gegensatz zu den heute üblichen Antibiotika weisen diese keine Resistenzbildung aus, weil verschiedene Substanzen wirken. Für die Anwendung in der Medizin wird Propolis als Tinktur und Salbe verwendet. Wenn Sie interessiert sind an der Verwendung von Propolis, fragen Sie ihren lokalen Imker danach. Er kann Ihnen sagen wie Sie diesen am besten anwenden können.

“Honig heilt Wunden”. Das Video von 2006 können Sie hier ansehen.

Ihr Heiner Finkhaus

 

 

 

 

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